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Was ist das BürgerForum Europa?


Die Europäische Union ist weltweit eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Aber trotz ihrer Erfolge hat sie wenige Monate vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ein handfestes Problem: Die europäische Idee ist verblasst. Für viele Menschen ist die EU ein Projekt der Eliten geblieben. So haben die Franzosen, Niederländer und Iren in Volksabstimmungen der EU die rote Karte gezeigt. Warum, so fragen sich immer mehr Europäer, brauchen wir diese Union noch?

Mit dem BürgerForum Europa möchten die Bertelsmann Stiftung und die Heinz Nixdorf Stiftung ein großes Zukunftsgespräch mit Bürgern aus allen Teilen der deutschen Gesellschaft anstoßen. Wie schaffen wir es, den sozialen Zusammenhalt in Europa zu stärken? Welche Rolle will die Europäische Union gegenüber alten und neuen Weltmächten spielen? Aber auch: Für was soll die EU zuständig sein?

Die Teinehmer des BürgerForums Europa bei der Auftaktveranstaltung

Im BürgerForum sagen die Teilnehmer, wie sie Europa sehen. Sie legen fest, worüber sie im Forum diskutieren möchten, formulieren ihre Erwartungen an die Europäische Union, und zeigen, wie sie sich als Bürger stärker in die europäische Politik einbringen können.

Ziel des BürgerForums Europa ist es, dass 350 zufällig ausgewählte Bürger aus Deutschland im Austausch mit Experten und Politikern ihr BürgerProgramm Europa erarbeiten. Damit soll die öffentliche Debatte über die Zukunft Europas einen neuen Impuls erhalten – direkt von den Bürgern!

  • Während der Einladungsphase von Oktober bis Dezember 2008 nimmt das Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES) nach einem Zufallsraster mit Bürgern per Telefon Kontakt auf. 350 Bürger können am Forum teilnehmen. Um die Vielfalt der Gesellschaft wiederzuspiegeln, werden Interessenten aller Alterschichten, Regionen und Bildungsniveaus angesprochen. Alle interessierten Bürger erhalten eine Zeitung zum BürgerForum Europa sowie weitere Informationen über das Projekt.
  • Alle potentiellen Teilnehmer werden während der Informationsphase von November 2008 bis Februar 2009 gebeten, einen Fragebogen online auszufüllen. Mithilfe des Fragebogens sollen die potentiellen Teilnehmer inhaltlich eingestimmt und zudem ihre Internet-Fähigkeit geprüft werden. Am Ende entscheiden die Teilnehmer selbst, ob sie nun am BürgerForum teilnehmen möchten oder nicht. Die Teilnehmer wählen zudem einen thematischen Arbeitsbereich, den sie im Projekt vertiefen möchten. Dieser Arbeitsbereich wird auf der Plattform und während der Veranstaltungen als „Ausschuss“ bezeichnet.

    Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer Zugang zum Passwort-geschützten Intranet der allgemein zugänglichen Online-Plattform www.buergerforum2009.de. Bis zur ersten Veranstaltung in Berlin, die den Auftakt des eigentlichen Projekts markiert, haben die Bürger wöchentlich die Möglichkeit, zu neu auf der Plattform veröffentlichten Artikeln Stellung zu nehmen, sie zu kommentieren und erste Diskussionen zu führen. Ebenfalls wöchentlich erscheinende Videobeiträge ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen und liefern Hintergrundinformationen zur EU in Bild und Ton.

  • Während der zweitägigen Auftaktveranstaltung beginnen die Teilnehmer in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen, den Ausschüssen, erste inhaltliche Herausforderungen zu definieren. Nachdem pro Ausschuss zwei Herausforderungen fest gelegt sind, erstellen die Bürger in einem zweiten Schritt mögliche Lösungsansätze, aus denen sich das spätere BürgerProgramm konstituiert. Die Diskussionen der Teilnehmer werden moderiert und von Experten unterstützt.
  • Schon bei der Auftaktveranstaltung werden die Bürger in das nun folgende Arbeiten mit der Onlineplattform www.buergerforum2009.de eingeführt. Im Passwort-geschützten Intranet dieser Plattform erstellen sie während der Onlinephase ein komplettes BürgerProgramm zur Zukunft Europas. Über die verschiedenen Lösungsansätze wird innerhalb der Ausschüsse und von allen Teilnehmern abgestimmt, die dazu nötigen Auseinandersetzungen werden von Politikern, Fachexperten und von professionellen Moderatoren begleitet.
  • Die Abschlussveranstaltung findet im alten Bundestag in Bonn statt. Ein letztes Mal treffen sich hier alle 350 Bürger, um über das entstandene Ergebnis zu diskutieren und zu überlegen, wie es damit weitergehen kann und wie sie sich selbst einbringen können.
  • Das BürgerProgramm liegt gedruckt vor und wird in der Dialogphase bekannt gemacht. Es wird dazu in schriftlicher Form Parlamentariern und deutschen Europa-Abgeordneten aller Parteien zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das BürgerProgamm lokal von den Teilnehmern selbst verbreitet, in Gesprächsrunden mit Journalisten, Abgeordneten und interessierten Mitbürgern.

Über Verlauf und Ergebnisse des BürgerForums informieren wir Sie laufend auf dieser Online-Plattform. Haben Sie noch weitere Fragen? Dann steht Ihnen das Projektteam des BürgerForums telefonisch unter der Nummer 05241 81 81 222 oder per E-Mail info[at]buergerforum2009.de zur Verfügung.


Beitrag erschienen: 31.10.2008 12:00
Eingestellt von: Redaktion (rv)

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